Hohe Temperaturen stellen viele Betriebe im Bau, Handwerk, Industrie und Facility Management vor besondere Herausforderungen. Arbeiten bei Hitze erhöhen das Risiko für Hitzestress, Dehydrierung und Kreislaufprobleme.
Mit steigenden Temperaturen gewinnt daher der Hitzeschutz am Arbeitsplatz zunehmend an Bedeutung. Neben organisatorischen Maßnahmen spielt auch die richtige Persönliche Schutzausrüstung (PSA) eine wichtige Rolle, um Beschäftigte vor gesundheitlichen Belastungen zu schützen.
Unternehmen sind verpflichtet, geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen und Arbeitsbedingungen entsprechend anzupassen.
Die zunehmenden Hitzebelastungen führen auch zu strengeren Anforderungen an den Arbeitnehmerschutz. In Österreich müssen Arbeitgeber im Rahmen des ArbeitnehmerInnenschutzgesetzes (ASchG) sowie aktueller arbeitsmedizinischer Empfehlungen Maßnahmen gegen Hitze am Arbeitsplatz berücksichtigen.
Dazu gehören insbesondere:
Bewertung der Hitzebelastung im Rahmen der Arbeitsplatzevaluierung
organisatorische Maßnahmen zur Reduktion der Hitzeexposition
Anpassung von Arbeitszeiten und Arbeitsabläufen
Bereitstellung geeigneter Persönlicher Schutzausrüstung
ausreichende Trinkmöglichkeiten und Pausenregelungen
Gerade bei Tätigkeiten im Bau, Handwerk oder im Außenbereich ist ein wirksames Hitzeschutzkonzept entscheidend für Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten.
Zwischen April und September veröffentlicht die GeoSphere Austria regelmäßig Hitzewarnungen für Österreich. Diese dienen Unternehmen als wichtige Orientierung zur Einschätzung der Belastung am Arbeitsplatz.
Die Warnstufen im Überblick:
Stufe 1 – Grün (unter 30 °C)
Keine besondere Belastung. Information und Vorbereitung.
Stufe 2 – Gelb (ab 30 °C)
Leichte Belastung. Schattenbereiche nutzen, regelmäßige Trinkpausen einplanen und Arbeitszeiten anpassen.
Stufe 3 – Orange (ab 35 °C)
Erhöhte Belastung. Arbeitsrhythmus anpassen, zusätzliche Pausen einplanen und besonders gefährdete Personen schützen.
Stufe 4 – Rot (ab 40 °C)
Starke Belastung. Arbeiten möglichst im Schatten durchführen und körperlich schwere Tätigkeiten reduzieren.
Steigende Temperaturen erfordern geeignete Maßnahmen, um Beschäftigte vor gesundheitlichen Risiken zu schützen.
Zu den wichtigsten Maßnahmen beim Arbeiten bei Hitze zählen:
Anpassung von Arbeitszeiten und Arbeitsrhythmus
ausreichende Trinkpausen und Flüssigkeitszufuhr
Nutzung von Schattenbereichen
Vermeidung körperlich besonders belastender Tätigkeiten in der Mittagshitze
geeignete PSA für Arbeiten bei Hitze
Neben organisatorischen Maßnahmen spielt besonders die richtige Schutzausrüstung eine entscheidende Rolle.